Antrag FunkArt SWR-Tannenhof

Veröffentlicht in Kommunalpolitik

Kulturevent europäischen Ausmaßes auf ehemeligem SWR Gelände vorgeschlagen.

Stadtrat

Werner Henn

SPD Gemeinderatsfraktion

Wörtshtr. 21

76532 Baden-Baden

 

An Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen

An die Geschäftsführerin der BBT&Baden-Baden Events

Frau Nora Waggershauser

 

 

Sehr geehrte Frau OB, liebe Frau Mergen,

Sehr geehrte, liebe Frau Waggershauser,

 

 

In spätestens zwei, drei Jahren wird ein Grossteil des alten Südwestfunks Geschichte sein. Die ehemalige Intendanz, der Verwaltungstrakt und das legendäre „Rosbaudstudio“ werden von der Landkarte verschwinden. Bevor diese Gebäude abgerissen werden, könnte man sie in einer Kunstaktion nochmals in den Focus der Öffentlichkeit rücken und aus dem „Begräbnis“ ein europaweit beachtenswertes Ereignis machen, was garantiert der gesamten Stadt große Aufmerksamkeit bringen würde. Hier mein Vorschlag:

 

Nachdem der SWR diese Gebäude geräumt hat und noch bevor sie abgerissen werden, könnte man sie für eine limitierte Zeit, z.B. zwei/drei Monate, für ein großes Event nutzen. Auf die Idee brachte mich eine ähnliche Veranstaltung im Frühjahr dieses Jahres in Berlin: „The Haus“.

 

Vom 1.4. - 31.5. 2017 wurde in Berlin das Projekt "The Haus" gezeigt. In einem ehemaligen Bankgebäude in der Nürnberger Straße, das demnächst abgerissen wird, konnten junge Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt knapp zwei Monate lang in Ruhe arbeiten und dabei in einem jeweils zugewiesenen Raum experimentieren. In der kurzen Zeit entstanden so Graffitiarbeiten, Installationen, dreidimensionale Gemälde etc. etc. Danach wurden die Räume für das Publikum geöffnet. Es wurde ein Riesenerfolg. Hier ein paar Reaktionen:

Hier ein Beitrag in „Deutsche Welle-TV„ der weltweit beachtet wurde https://www.youtube.com/watch?v=_rtSf7DB34c

 

Heute noch schmückt sich die Stadt Berlin mit diesem Projekt auf ihrer Homepage:

https://www.berlin.de/ausstellungen/archiv/4737890-3238788-the-haus.html

 

Die Berliner Zeitung berichtetet: „Sechs Stunden anstehen für die Ausstellung“:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/street-art-sechs-stunden-anstehen-fuer-the-haus-26978002

und das in Berlin, wo es ja ein wahrlich großes Angebot an Kunst, Museen, Events und Ausstellungen gibt.

 

Die BZ: „78.000 Zuschauer wollten the haus sehen“ http://www.bz-berlin.de/kultur/kunst/letzter-tag-78-000-besucher-wollten-the-haus-sehen

 

Morgenpost: Das Kunstprojekt zog in 56 Tagen rund 80.000 Gäste an https://www.morgenpost.de/berlin/article210759473/Aus-The-Haus-wird-jetzt-ein-Wohnhaus.html

 

Die Resonanz auf den Aufruf der Veranstalter, das Gebäude zu nutzen, war überwältigend und obwohl mehr als 170 KünstlerInnen zugelassen wurden, mussten viele abgewiesen werden. Die Kunst interessierte Öffentlichkeit reagierte begeistert auf die zum Teil außergewöhnlichen und originellen Werke. Nach dem Ende der Veranstaltung, am 31.Mai, rückten die Bagger an und der Abriss begann.

Anders als in Berlin hätten wir auch noch das Rosbaudstudio für musikalische und szenische Darbietungen anzubieten. Hier könnten sich Musiker, Kleinkünstler, Darsteller usw. zu ganz neuartigen Projekten zusammenfinden und während der Ausstellungszeit auch noch Rahmenprogramme darbieten. 

Der anschließende Abriss wäre an „unserem“ Standort auch symbolisch zu verstehen. Es gibt noch ein kulturelles Aufbäumen, bevor alles Geschichte wird und etwas ganz Neues entsteht, das Wohngebiet am Tannenhof. Es bleiben die Erinnerungen, ein schöner Katalog und zahlreiche, einmalige Impressionen im weltweiten Netz.

Dieses europaweit medial zu begleitende Event – der SWR könnte beispielsweise in seinen Kulturprogrammen, aber auch für 3sat und arte, sowie im Internet sogar „LIVE“ darüber berichten, würde ich unter den Namen „FunkArt“  stellen, denn in Baden-Baden wurde und wird der SWF/SWR immer noch als „Funk“ bezeichnet.

 

Ein Event dieses Ausmaßes wäre europaweit einzigartig, hätte eine gigantische Ausstrahlung und würde, wenn es in eine „Saure- Gurken-Zeit“ fällt, auch die Hotellerie, Gastronomie und natürlich auch den Einzelhandel beflügeln.

 

Da wir noch zwei, maximal drei Jahre Zeit haben, möchte ich das Projekt jetzt anstoßen und schlage vor im Herbst , den ARD/SWR Kulturkorrespondenten am Hauptstadtstudio Berlin, Reinhard Hübsch, zu einem Vortrag einzuladen. Er könnte uns das Konzept des Berliner „The Haus“ erläutern.

Mit freundlichen Grüßen,

Werner Henn

 

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